Folge 35 - mit Jasmin Lorenz
Shownotes
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Jasmins Quellen: Lakes, K. D., Marvin, S., Rowley, J., San Nicolas, M., Arastoo, S., Viray, L., Orozco, A. & Jurnak, F. (2016). Dancer perceptions of the cognitive, social, emotional, and physical benefits of modern styles of partnered dancing. Complementary Therapies in Medicine, 26, 117–122. https://doi.org/10.1016/j.ctim.2016.03.007
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Transkript anzeigen
00:00:02: Hi, wir sind Kosi und Dennis.
00:00:03: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von unserem Podcast Movement Moments heute mit der lieben Jasmin Lorenz.
00:00:09: Lieber Dennis wer ist das?
00:00:11: Ja die Jasmin ist Profi-Tänzerin im Standartbereich, tanzt mit ihrem Partner dem Thomas da aktiv Standard und Standard Cure Und die kennen wir zum einen eben vor diesen Turnieren oder auch von Trainingscamps auf denen wir schon waren Und sie studiert aber auch Psychologie und heute wollen wir einfach mal schauen, was Tanzen und Psychologie so miteinander zu tun haben.
00:00:34: Was wir da vielleicht drüber lernen könnten.
00:00:37: Wir freuen uns sehr dass ihr heute da ist.
00:00:40: Gut also ich bin Yasmin.
00:00:42: viele werden mich ja schon kennen weil ich auch bei der DRT profiligen mit euch starte Dennis.
00:00:49: Ich tanze seit drei Jahren mit Thomas.
00:00:52: Ich habe davor sehr leidenschaftlich in der Tanzschule getanzt und im Social-Dance-Bereich war da vor allem viel Salsa-Tanzen.
00:00:59: Und hab dann Thomas kennengelernt, mich verliebt und auch ins Standardtanzen verliebte.
00:01:05: Und bin so letztendlich in die Welt des Standardtanzens eingetaucht... ...und kann mir inzwischen kein Leben mehr ohne vorstellen!
00:01:14: Wenn das alle kennen tanzen ist einfach was Wundervolles!
00:01:18: Definitiv.
00:01:19: Und es ist ja oft so, ne?
00:01:20: Da führt eines zum anderen und plötzlich steckt man mittendrin in dieser riesigen breit gefächerten Tänzerwelt
00:01:27: Richtig!
00:01:28: Also man rutscht schnell rein und kommt auch nicht wieder raus, nicht dass ich raus wollen würde.
00:01:35: Ja Wie ist das denn wenn du nicht gerade tanzt?
00:01:37: was machst du dann noch so in deinem Leben
00:01:41: Wenn ich nicht grade tanze, dann studiere ich tatsächlich.
00:01:43: Ich studiere Psychologie Mache das jetzt schon seit sechs Jahre, hab meinen Bachelor gemacht.
00:01:51: Steck jetzt mitten in meinem Master kurz vorm Abschluss und möchte dann als Psychologin
00:01:55: arbeiten.".
00:01:56: Ja das ist sehr cool!
00:01:58: Als PsychologIn muss man da nicht auch noch mal eine Ausbildung machen?
00:02:02: Dass das so was super langwieriges oder bis man da als Psychologe arbeiten kann?
00:02:07: Oder nicht?
00:02:08: Das ist ein bisschen unterschiedlich, in welchem Bereich man dann später arbeiten möchte.
00:02:13: Was du jetzt gerade ansprichst und was die meisten wahrscheinlich irgendwie im Kopf haben werden – das ist eine fünfjährige Ausbildung gewesen.
00:02:22: Das Ganze wurde jetzt reformiert.
00:02:23: Es gibt einen neuen Masterstudiengang, der eben in die Psychotherapie Richtung vorbereitet, vorwegnehmen sollte, dass es ein bisschen schneller geht.
00:02:35: Da ist auch leider einiges im Argen bei Finanzierungsmittel fehlen aber das ist ein ganz eigenes Thema.
00:02:41: Grundsätzlich ist es aber so je nachdem ob man in irgendeinem Spezialbereich arbeiten möchte kann man sich fortbilden.
00:02:50: Das dauert auch noch mal eine Weile.
00:02:52: Man kann aber auch direkt nach dem Master schon irgendwo geruflich einsteigen und das ist das was ich vorhab
00:02:59: klingt sehr gut.
00:03:00: Der Dennis wollte auch was
00:03:01: sagen.
00:03:02: Ich habe etwas ganz anderes studiert, aber hatte die Daktik-Bereich die Chance ein, zwei Psychologievorlesungen zu hören und fand das immer mega spannend.
00:03:12: Und bin deswegen jetzt umso gespannt darauf, was du uns dazu erzählen kannst.
00:03:17: Das ist ja so ein bisschen der Grund warum er gesagt hat wir wollen da mal drüber sprechen weil auch im Tanzen ganz vieles sage ich mal aus der psychologischen Perspektive begutachtet werden kann Und ich bin sehr gespannt, welche Verbindungen du da für uns hast.
00:03:34: Ja das stimmt natürlich!
00:03:35: Also Tanzen und Psychologie verbindet sich einfach sehr viel was zusammengehört.
00:03:41: und also man muss natürlich auch sagen tanzen ist psychologisch gesehen etwas sehr sehr gesundes etwas dass sehr empfehlenswert ist.
00:03:50: und wenn wir da direkt ans Thema einsteigen wollen dann wäre der wichtigste Faktor der mir da einfällt tanzen reduziert Stress Und Stress ist etwas, das zu sehr vielen auch sehr gravierenden Krankheiten führen kann.
00:04:05: Also alles von kardiovaskulären Erkrankungen bis hin zu teilweise sogar Magen geschwören können durch chronischen Stress verursacht werden.
00:04:14: und da es ist einfach unglaublich wichtig dann etwas zu finden dass einem im Alltag in Stress und da ist Tanzen eine unglaubliche tolle Möglichkeit weil da Bewegung Musik soziale Interaktionen kombiniert werden Und natürlich auch endorphine und dopamine ausgeschüttet werden.
00:04:33: Also zwei Glückshormone, die dem Cortisol also im Stresshormon ein bisschen entgegenwirken.
00:04:38: Dass es
00:04:39: einfach eine tolle Formen sich auszudrücken, sich zu bewegen und dann zu entstressen.
00:04:46: Ich glaube das ist ein Gefühl dass viele Leute, die schon mal getanzt haben, auch empfunden haben vielleicht ohne zu hinterfragen was da alles im Körper abläuft aber ich glaube das Gefühl ist etwas wo viele nachvollziehen können viele auch immer wieder auf die Tanzzeiche bringt.
00:05:03: Ja, also inzwischen ist auch wissenschaftlich belegt dass das einfach das wohlbefinden steigern kann und auch die Emotionen so ein bisschen reguliert.
00:05:12: der größte regulator für überbrote in den emotionen es zum beispiel musik.
00:05:18: musik ist was was für uns tensor unglaublich wichtig ist.
00:05:22: und wenn wir dann einfach einen gut gelaunten entspannen langsam weitserhören denn Entstresst das?
00:05:29: Das ist schon von der Musik gegeben.
00:05:32: Und wenn wir uns dazu dann auch noch bewegen, dass schüttet Glücksgefühle aus und es verbessert unser Wohlbefinden.
00:05:38: Das ist einfach gut für uns!
00:05:40: Ja und dann ist es ja nicht nur an sich Bewegung sondern auch noch Bewegung mit jemandem zusammen was hier auch so keine Ahnung so ein Wir-Gefühl so ein bisschen schafft.
00:05:48: Nicht nur mit jemanden zusammen so dem Tanzpartner sondern halt auch am besten Fall vielleicht sogar noch mit einer ganzen Gruppe außen rum die gleichzeitig auch Spaß hat
00:05:58: Richtig.
00:05:59: Ja, das ist ein ganz wichtiger Punkt den du ansprichst.
00:06:03: Die aktuelle Jugend ist laut Statista so einsam wie noch nie zuvor.
00:06:09: und das ist was natürlich so'n bisschen mit dem sozialen Medien anhergeht.
00:06:14: wir sitzen mehr am Handy Wir sind weniger in Freundesgruppen unterwegs Soziale Bindungen funktionieren über Social Media steckt auch sozial drin aber es ist halt nicht irgendwie dasselbe.
00:06:27: Unser Tanzkurs ist eine große Gruppenveranstaltung.
00:06:32: Wenn wir tanzen im Paar, dann haben wir natürlich Körperkontakt.
00:06:36: Das ist eine Form von Kommunikation nonverbale.
00:06:38: Es ist aber auch eine Form der Kommunikationsverbahl.
00:06:41: Wir tauschen uns aus... teilweise.
00:06:44: wenn dann noch Tanzabende stattfinden, trifft man sich auch darüber hinaus nochmal.
00:06:48: Das heißt es ist nicht nur diese klassische Frontalbeschallung der Tanzlehrer sagt was und man macht das halt sondern es ist eine soziale Plattform die uns ermöglicht Kontakte zu knüpfen und die sozialen Kompetenzen stärkt.
00:07:00: Und das reduziert einfach ganz drastisch das Gefühl von Isolation dass viele gerade nach Corona empfinden ja wir werden sie alle kennen sind viele soziale Kontakte weggebrochen in der Pandemie.
00:07:13: Wir
00:07:14: haben kleinere Freundeskreise, man weiß nicht wo man anknüpfen soll und dann ist so ein Tanzkurs natürlich eine tolle Anlaufstelle.
00:07:21: Definitiv.
00:07:22: also ich muss sagen ich krieg auch immer wieder mit Ein Einsteigerkurs, wo wirklich kein Paar vorher die anderen Paare kannte.
00:07:29: Und inzwischen ist es so eine richtige Freundesgruppe geworden, die sich privat verabreden Sachen machen nur weil sie halt zufälligerweise zum selben Zeitpunkt ein Tatschkurs gebucht haben und sowas finde ich dann auch immer wieder schönzusehen.
00:07:40: So wenn du das einfach am Rande mitbekommst dass Sie sich schon wieder verabreten für irgendeinen Termin oder so?
00:07:47: Ja das ist schon echt... Wenn dann viele ihren Partner verlieren und neue Kontakte knüpfen wollen.
00:07:56: Und es gibt ja auch gerade im Seniorenbereich viele Angebote für Tanzkurse, das ist einfach eine ganz tolle Plattform um sich zu vernetzen und verbinden
00:08:06: Definitiv!
00:08:07: Wir hatten auch mal den Fall, dass tatsächlich einer der mit seiner Partnerin aktiv bei uns getanzt hat.
00:08:13: Dann haben die sich getrennt und dann hat er gesagt, er möchte aber unbedingt weiter irgendwas für sich machen hat und einfach eine Zeit lang erst mal Live-Dance gemacht bis er wieder eine Tanzpartnerin gefunden hat, die auf einem Niveau war und sagt ne, dann tanze ich da jetzt auch wieder Patanz weiter und so.
00:08:27: Also ich denke, da gibt es ja auch unendlich viele Möglichkeiten.
00:08:31: Ja also Tanzen ist sehr... auch für uns selbst, für unsere Selbstwahrnehmung was total wichtig ist.
00:08:38: Also es ist ja auch unabhängig von dem Paaraspekt dass wir damit unsere Körper-Wahrnehnungen verbessern und wenn du sagst erst dann in diesen Leindenz Kurs gegangen da hat er ja etwas für sich selbst gemacht um seine eigene Wahrnehmungen von sich selbst eine Achtsamkeit zu verbessern um vielleicht seinen Selbstvertrauen zu steigen.
00:08:52: Und auch da ist Tanzen aus psychologischer Perspektive einfach ne ganz ganz tolle Option weil's uns hilft in uns selbst reinzufühlen unsere Emotionen zu verstehen früher zu erkennen, wenn wir uns irgendwo unterbewusst gestresst fühlen.
00:09:08: Plus es baut natürlich ganz, ganz doll Selbstbewusstsein auf weil es ist was Komplexes das wissen wir alle.
00:09:15: tanzen ist nicht immer einfach Es hat so viele Komponenten und dass wir uns dann da bestärken können in uns selbst Das hilft schon wahnsinnig fürs Selbstvertrauen.
00:09:26: Ja, und vor allem wenn man jetzt auch zum Beispiel ich habe dich ja auch schon in Freiburg beim Eurodance Festival.
00:09:32: Habe ich dich auch schon beim Bachchatter tanzen getroffen?
00:09:34: Und ich war so wow!
00:09:36: Ich kenne dich so vom Standardtanzen und vom weiß ich nicht sieht immer ordentlich und schön aus oder also nicht.
00:09:43: dass es schlecht aussah das wollte ich damit
00:09:44: nicht sagen
00:09:45: aber ich war total überrascht.
00:09:48: Also das hat so cool gewirkt weißt du du warst so als ich mein du bist auf sonst selbstbewusst und so.
00:09:54: Aber es ist so, wenn man dann halt mit jemandem tanzen kann, den man vielleicht gar nicht so gut kennt und sich einfach so gut führen lassen kann und so... Also ich war richtig beeindruckt!
00:10:01: Ich dachte mir so, oha!
00:10:04: Und das ist ja auch sowas gerade im Social-Dancing da kennt man die Leute ja teilweise gar nicht.
00:10:09: Das ist dann auch eine gute Möglichkeit um Leute kennenzulernen aber auch einfach mal mit jemanden zu tanzen, dem man gar nicht kennt.
00:10:16: Ja, ein bisschen ist es auch einen Schritt aus der Komfortzone raus Und das ist natürlich die größte Möglichkeit für persönliches Wachstum, wenn man was ganz Neues mit jemandem komplett unbekannt um ausprobieren kann.
00:10:29: Das kann natürlich total in die Hose gehen, tut es aber meistens natürlich nicht.
00:10:34: und ja, das kann schon sehr selbstbestärkend sein.
00:10:38: Ja definitiv ich muss auch sagen also ich kenne das jetzt aus beiden Perspektiven.
00:10:42: Wenn mich heute jemand sehen würde, der mich nur so in meiner Teenie-Zeit als Schüler erkannte.
00:10:48: Der wird mir nicht glauben wenn ich dem sage dass sich eine Tanzschule führe weil der fragt du kannst doch gar nicht vor Menschen reden wir wirst noch ne Tanzschulüfe.
00:10:55: aber ja das ist ein Tanzen verändert und man traut sich so als introvertierter Schichten einer Teenie vielleicht auf der Tanzfläche eher sich auszudrücken als jetzt so mit Worten von der Gruppe wenn man einen Referat halten soll oder so und aber durch den Prozess dann auch wieder in anderen Bereichen sowas zu machen.
00:11:15: Und irgendwann macht es einem nichts mehr aus, eine große Veranstaltung vor, weiß ich nicht wie viele Leuten anzubudderieren.
00:11:21: Ja aber ich weiß was der Dennis meint weil mir geht das auch so... In der Uni muss man erstmal Referate halten oder was heißt Referativorträge vor vielen Leuten und ich war früher immer so schüchtern und vor Leuten reden ja und jetzt unterrichte ich in der Tanzschule natürlich bin ich durchs Tanzen dazu gekommen macht mir gar nichts mehr aus.
00:11:43: Ich kann denen alles erzählen, ich erzähle ihnen das Blaue vom Himmel runter manchmal... ist gar kein Problem!
00:11:50: Also es ist schon was, dass selbstbewusstsein stärken kann nicht nur beim Unterrichten sondern halt auch beim Tanzen an sich.
00:11:57: man muss ja auch mit dem Partner kommunizieren und das ist manchmal gar nicht so einfach.
00:12:03: Ja, das sind schon komplexe Herausforderungen vor die wir uns da stellen.
00:12:07: Gerade im Tanzen, vor allem auch im Unterrichten – ich meine nicht Unterricht ja selbst auch und kenne das!
00:12:13: Das sind einfach Situationen, die wir so in unserem Alltag vielleicht gar nicht kennen.
00:12:19: Ich mein klar, wir halten an der Uni auch Vorträge und Referate aber das ist noch mal was anderes weil es die reine Übermittelung von Wissen ist, sondern verknüpft mit einer Körperbewegung.
00:12:31: Und genau das macht das Tanzen auch so wertvoll für unsere Psyche, weil wir nicht nur reine Informationen aufnehmen, sondern eben auch Bewegungen dazu.
00:12:42: Das ist unglaublich was unser Gehirn da verarbeiten muss!
00:12:45: Das ist total beeindruckend
00:12:49: und wenn man jetzt so Schritte lernt dann... Was passiert also alles im Gehirnen?
00:12:55: Hast du deine Idee?
00:12:58: Ja, kann ich tatsächlich ein bisschen was dazu sagen.
00:13:01: Wenn wir neue Schritte lernen dann ist das eine Einspeicherung einer neuen Information in unser Gedächtnis.
00:13:09: und unsere Gedächten funktioniert da wie einen Langzeitspeicher.
00:13:14: Wir können da Informationen abrufen Neu einspeichern Und wenn wir irgendwas vergessen Dann sind das normalerweise Informationen die wir nicht brauchen die Verarbeitungsphase verblassen.
00:13:26: Und wenn wir jetzt tanzen lernen, dann ist das für den Lernprozess selbst deswegen so hilfreich und sinnvoll weil das mehrere verschiedene Stimuli sind, die da zusammenkommen.
00:13:42: Es sind die reinen Schritte, die zusammen kommen.
00:13:44: es ist der Takt und die Musik auf die wir das teilen müssen.
00:13:48: Das ist die nonverbale Kommunikation im Paar.
00:13:54: Gemeinsam erwirkt, dass das Ganze besser verarbeitet wird und steigert die Neuroplastizität.
00:14:00: Neuro-Plastizität bedeutet, dass sich das Gehirn anpasst, neue Gedächtnispfade ausbildet.
00:14:10: Und es ist gerade deswegen sehr wichtig, weil zum Beispiel bei Demenzpatienten verfallen Gedächten spuren.
00:14:19: Wenn die Neuroplastizidät gestärkt wird, z.B.
00:14:22: durchs Tanzen dann bilden sich neue Pfade aus, die verblasste Verbindungen überbrücken können oder neu bilden können.
00:14:31: Und das ist was tatsächlich auch aktuell in Präventionsprogrammen verwendet wird gegen kognitiven Abbau, Demenz ähnliches und es gerade im Alter unglaublich wichtig startet aber schon in der Jugend weil wir arbeiten da präventiv vor.
00:14:48: Das heißt verbessert unsere Abruffähigkeit, also unsere Erinnerungsfähigkeit.
00:14:55: Unser Gedächtnis wird dadurch besser die Verarbeitung wird irgendwann schneller.
00:15:00: ich bin mir sicher ihr habt das auch schon erlebt.
00:15:02: wenn man eine Weile geübt hat und an eine ähnliche Figur tanzt dann geht sie viel schneller als die ursprüngliche Figuren weil der Gedechnispfad schon angelegt ist und dann lediglich ne Abwandlung dazu kommt.
00:15:16: Da kommen mit Dingen in den Kopf, die ich aus den Fachttanzlehrer Ausbildungen gelernt habe.
00:15:21: Und zwar vom Bekannten zum Unbekannten.
00:15:24: So
00:15:25: ein Prinzip!
00:15:27: Aber das heißt tanzen ist quasi so ein bisschen wie Gehirnjogging, würde ich jetzt mal so sagen?
00:15:31: Richtig, kann man so sagen ja und von bekannten zu unbekannten.
00:15:34: Wie gesagt wenn eine Gedächtnisspurschen ausgeprägt ist und dann minimale Abweichung vorliegen Ist das viel schneller für unser Gehirne realisierbar.
00:15:43: Deswegen ist es wichtig mit den Basics anzufangen und darauf aufzubauen.
00:15:47: Das ist ein guter Satz, den halten wir fest!
00:15:51: Wir hatten hier im Podcast auch schon mal den Max und der hat auch so einen Gedächtnis-Trainingkonzept mit ganz viel wilden koordinativen Bewegungen und ich war mal bei ihm im Unterricht und da waren lauter Achtzig bis Neunzigjährige Leute die Koordinativ Dinge hinbekommen haben die ich das ja zum ersten Mal gesehen habe, einfach nicht hingeschickt habe.
00:16:14: Aber die hatten halt Übung und haben es eben regelmäßig gemacht und waren in diesem Allteil einer koordinativen Verfassung.
00:16:20: Das war der absolute Wahnsinn!
00:16:24: Ja, je häufiger wir etwas machen, desto präsenter und deutlicher werden die Gedächtnusspuren.
00:16:30: Man könnte das jetzt bildhaft vergleichen mit einem Trampelpfad im Wald.
00:16:34: Je häufiger man diesen Pfad entlangläuft, destu deutlicher wird er.
00:16:39: Dementsprechend leicht, da wird es dann auch ihm zu folgen und Dinge abzurufen.
00:16:44: Das ist die schöne Variante von Übung.
00:16:46: macht den Meister oder so?
00:16:48: Hallo!
00:16:50: Könnte man das sagen?
00:16:51: ja.
00:16:52: Wald ist auch direkt viel entspannter.
00:16:56: Ja.
00:16:58: Merkst du denn da Unterschiede wie sich deine Schüler zum Beispiel oder die Leute mit ihr tanzen, wie sie sich Sachen mit der Zeit besser merken?
00:17:05: also gibt's da unterschiedliche Methoden?
00:17:09: Ja, natürlich.
00:17:09: Also da gibt es ganz unterschiedliche Methoden.
00:17:12: Manche müssen das konzeptuell verstehen.
00:17:15: Es gibt viele die müssen sie einfach wiederholen bis zum Abwinken immer und immer wieder.
00:17:22: Und das ist eine sehr persönlichkeitsabhängige Frage weil dem einen mehr liegt als andere.
00:17:32: ich zb muss alles erstmal verstehen.
00:17:34: wenn ich nicht verstehe wofür das jetzt gut ist was ich mache dann kann ich mir auch nicht merken Dann bringt das auch nichts.
00:17:41: Wenn ich das fünfhundertmal mache, dann ist es hier rein daraus.
00:17:46: Ich muss es zum Beispiel fünfhundert mal machen und sehen!
00:17:50: Sehen und dann fünfhundred Mal machen.
00:17:53: Und ich bin ja visuell so mega talentiert.
00:17:57: Du kannst mir ein Video zehntausend mal zeigen.
00:17:59: Ich kweiste danach immer noch nicht was die Leute dort gemacht haben.
00:18:05: Ich musste das immer selbst spüren in meinem Körper.
00:18:09: Ja, wie gesagt das sind wir alle sehr unterschiedlich und Kursima wenn du sagst musst es auf jeden Fall mal gesehen haben.
00:18:14: Das ist der Sportpsychologie.
00:18:16: wenn wir über Mentaltraining also Visualisierung reden ein ganz großer Aspekt dass man das sieht und sich rein fühlt und sich selber überlegt wie das dann aussehen würde wenn ich das jetzt mache.
00:18:28: Das fällt unter dem Begriff Mental Training wirklich unglaublich wichtig gerade für uns Sportler, vor allem in Sportarten die etwas komplexer sind.
00:18:39: Wenn wir uns die Zeit nehmen, die Augen schließen und einfach visualisieren wie etwas aussieht dann ist das schon wirklich sehr viel wert.
00:18:47: Das ist eine Option zu lernen Die viele ein bisschen unberücksichtigt lassen.
00:18:54: wenn wir uns Bewegungsmuster anschauen Stimuliert das verschiedene Regionen im Gehirn?
00:19:01: Die auch für den Abruf dieser Informationen Zustände sind.
00:19:05: Also wenn wir jetzt das Ganze auf ein Beispiel anwenden, wenn ich mir Duschan und Valeria angucke die eine halbe Rechtsdrehung tanze und dann setz' sich mich hin und stelle mir vor dass ich diese halbe rechtsdrehungen tanze Und ich stell mir das wirklich ausdrücklich vor wie ich mich da bewege Dann aktiviert das dieselben Gehirnareale Wie die tatsächliche Bewegungsausführung.
00:19:27: Deswegen kann man damit auch trainieren.
00:19:30: Viele machen das während Verletzungen zum Beispiel, um dann schneller wieder ins Training reinzufinden und die Rückschritte wieder aufzuholen.
00:19:40: Mentaltraining ist ein ganz, ganz unterschätzter Aspekt auch in unserem
00:19:43: Sport.".
00:19:45: Dann finde ich es besonders krass, dass du dir das gar nicht vorstellen kannst.
00:19:51: Du
00:19:51: bist toll!
00:19:51: In allen anderen Bereichen!
00:19:54: Sollen
00:19:54: wir dich das jetzt nicht sagen?
00:19:55: Aber ich find' das krass!
00:19:56: Weißt du wenn das so was... normales für das Gehirn ist, dass es einfach bei manchen Menschen nicht geht.
00:20:02: Spannend!
00:20:03: Das lässt sich ja jetzt auch begründen.
00:20:06: Es ist einfach ein Bild.
00:20:08: Gibt einen Fachbegriff dafür, der heißt Aphantasia.
00:20:11: Ich kann mir halt einfach gar nichts Bild nicht vorstellen.
00:20:15: Wenn du sagst denk mal an irgendwas und ich mach die Augen zu dann ist optisch da schwarz.
00:20:19: Das ist auch der Grund warum ich wenn ich mir was vorstelle immer Mini Bewegungen mache und voraus sieht es bestimmt lustig aus.
00:20:27: aber wenn über was nachdenken, bis ich das anfühle.
00:20:30: Dann hab' ich da und dann dreht sich mein Körper so ein bisschen an... Ich muss das alles, weil mein Körper muss das spülen!
00:20:35: Weil ich kann's ja nicht visualisieren.
00:20:37: Und die Leute fragen mir immer wie ich choreografiert kann.
00:20:41: Alles darüber, wie müsste es sich das anführen?
00:20:43: Also mein Geist spielt dann Gefühle von Bewegung ab, weil ich es halt nicht sehe.
00:20:49: Auch interessant.
00:20:52: Das ist gut möglich dass das bei dir nicht geht als Ich kann dir aber auch beruhigend sagen, das geht bei niemandem einfach so.
00:21:00: Das ist etwas was man üben muss.
00:21:01: da muss man sich hinsetzen und dran trainieren dass es nichts was einfach so geht.
00:21:06: Man kann sich nicht einfach hinsätzen die Augen schließen und sagen okay ich bin jetzt du ja nicht tanze jetzt einen Slow-Fox.
00:21:12: Das funktioniert so nicht!
00:21:14: Das ist wie alles andere auch eine Übungssache.
00:21:16: und wenn du sagst du machst Mini Bewegungen Es gibt ein unglaublich interessantes Video von einer Kletterweltmeisterin.
00:21:25: Mit Vornamen heißt sie Margot, den Nachnamen habe ich leider vergessen die mal gezeigt hat wie sie visualisiert mental Training macht.
00:21:33: Sie stellt sich dann hin in eine ganz ähnliche Position wie sie auch am Berg annehmen würde und dann führt sie mit den Händen und mit den Fußspitzen genau die Bewegungen aus die sie an exakt dieser Stelle brauchen wird stellt sich so vor, wie sie den Berg hoch klettert.
00:21:49: Ob Sie dann bei geschlossenen Augen tatsächlich auch den Berg vorsichtssieht?
00:21:52: Das kann ich dir nicht sagen!
00:21:54: Aber auf jeden Fall steht sie da und greift mit den Händen in die Luft und zwar genau an die Stelle wo sie es dann auch braucht.
00:22:00: Das schält auch unter Mentaltraining.
00:22:02: Krass!
00:22:05: Dennis sah aus als würde er etwas sagen wollen, sonst hätte ich jetzt mehr gesagt...
00:22:08: Ich wollte eigentlich nur erzählen dass während der Coronazeit, als wir dann per Zoom-Unterricht gemacht haben.
00:22:16: Dann hat tatsächlich auch Metalltrainingsansätze gemacht, weil die Leute zu Hause ja gar keinen Platz für viel Training hatten und ich mich einfach gerade selbst geistig wieder dabei ertappt habe, dass... ...als wir dann halt wieder auf die Fläche konnten doch sehr vernachlässigt zu haben.
00:22:33: Ja das ist ein wirklich vernach lässigter Aspekt.
00:22:36: aber es sind allen Sportarten so Und es gibt da ein ganz berühmtes Zitat.
00:22:42: Wir trainieren zu neunzig Prozent unseren Körper und zu zehn Prozent unsere Psyche, und im Wettkampf brauchen wir's aber genau andersrum.
00:22:49: Der Wettkämpf ist neunzig Prozent mental und zehn Prozent körperlich.
00:22:54: Das ist einfach ein ganz wichtiger Aspekt den wir da unberuhigungsichtig lassen.
00:22:58: Aber das sind allen Sportarten leider so noch.
00:23:02: Ja was ist denn so für dich selbst der größte mentale Effekt?
00:23:11: Ganz ehrlich, ich habe mich da letztens selbst überrascht.
00:23:15: Es gibt einen psychologischen Effekt in der Sportpsychologie, der nennt sich Social Loving also Soziales V-Lenzen und da geht es ein bisschen darum wenn man in einer Gruppe eine sportliche Aufgabe ausführt dann ist der Output nicht die Summe der Einzelpersonen sondern der OutPut ist geringer.
00:23:39: Da gab es ein ganz berühmtes Experiment.
00:23:42: Und zwar wurde Tauziehen veranstaltet und es wurde gemessen, wie viel Kilogramm eine einzelne Person ziehen kann.
00:23:50: Dann wurden die Leute zusammengestellt an einen Seil und sollten zusammenziehen.
00:23:55: Und dann hätte man ja eigentlich sagen können okay, die Gesamtzugkraft ist die Summe der Einzelzugkräfte – das ist aber weniger!
00:24:04: Ich habe mich selber dabei ertappt, dass das auch auf mich zutrifft.
00:24:07: Wenn ich mit meinem Partner tanze, dann gebe ich nicht fünfzig Prozent des Einsatzes, denen das Team gibt sondern ich gebe weniger.
00:24:16: Ich gebe nicht alles was ich könnte.
00:24:20: wenn wir überlegen als paar hundert Prozent zu geben, dann müsste man ja sagen, da gibt es fünfzig und ich geb weniger.
00:24:26: also Es ist mir ein bisschen unangenehm, natürlich.
00:24:29: Aber da habe ich mich dann selbst ertappt.
00:24:31: Das habe ich vorher nicht so wahrgenommen weil ich hab mir gedacht ja also ich nehme mich halt fürs Paar zurück damit ich dich nicht störe.
00:24:39: Weil das ist ja einen sehr störungsanfälliger Bewegungsablauf.
00:24:42: wenn ich da jetzt einfach das mache worauf ich Lust habe könnte es sein dass ich da eventuell was störes
00:24:49: war
00:24:50: die Rechtfertigung vor mir selbst.
00:24:52: und dann habe ich festgestellt dass das eigentlich blödsinn ist Ich müsste genauso viel geben wie mein Partner Ich müsste genau so viel geben, wie wenn ich alleine tanze.
00:25:01: Und dass ich das nicht mache und dass sich das eigentlich machen sollte... Das hat mich schon ganz tief beeindruckt, dass ich da einen psychologischen Phänomen unterliege.
00:25:10: Und das habe ich dann sofort noch am selben Tag in den Trainingssaal gegangen mit dem festen Vorsatz.
00:25:16: Ich renne ihn jetzt in Grund-und-Bohnen und er kommt nicht mit!
00:25:21: Und?
00:25:21: Hat es
00:25:21: geklappt?!
00:25:23: Es hat geklappt!
00:25:24: Thomas hatte soviel Spaß wie noch nie in einem Training.
00:25:28: Und ich war danach unglaublich fertig.
00:25:30: Also, ich habe wirklich gemerkt, dass ich mich normalerweise viel zu stark zurücknehme und ja... Ich befürchte diesem Effekt unterliegen mehr Leute als sie denken.
00:25:45: Ich weiß nicht wie es bei euch ist.
00:25:46: Habt ihr euch schon mal für einen Partner zurückgenommen?
00:25:49: Weil ihr gedacht habt, oh, ich mach lieber mal ein bisschen langsam.
00:25:52: Definitiv!
00:25:54: Also auf der Fläche ist es nicht so.
00:25:56: das Problem, wir sind sehr gut darin uns gegenseitig darin zu bestärken.
00:25:59: Warum?
00:25:59: Wir gerade nicht nochmal auf die Fläche gehen.
00:26:02: Also wir können uns beide wunderbar davon abhalten weiterzutrainieren.
00:26:10: Nein
00:26:10: aber ich glaube ich bin mir ziemlich sicher dass das sehr sehr vielen Leuten so geht.
00:26:14: also und egal welche Rechtfertigung in Anführungszeichen man da jetzt selbst vor sich hat
00:26:21: Ich glaub ehrlich gesagt
00:26:23: Dass das bei vielen leuten so ist bei mir definitiv auch.
00:26:27: Und wenn es nur ist, euch kann heute nicht.
00:26:29: Ich weiß nicht, fühle mich heute nicht ganz so fit.
00:26:31: Weißt du?
00:26:33: Nachmal auch nicht hundert Prozent, das stimmt schon!
00:26:35: Oder man denkt halt ja, wenn ich jetzt hier ihn umrenne dann ist er auch blöd für ihn.
00:26:40: Wichtig.
00:26:40: Aber vielleicht ist gar nicht so.
00:26:42: Also im Grunde halten wir da Potenzial zurück dass das Patent sehr verbessern kann und auch würde.
00:26:51: Also Appell an alle die zuhören probiert doch mal alles zu geben.
00:26:56: Also ich werde es versuchen nächstes Mal.
00:26:58: Macht das!
00:27:00: Aber was ich in dem Zusammenhang anderswo widerspannen finde, also ich merke extrem wenn ich jemanden habe in der Gruppe in der ich gerade bin... Ähnlich gut oder idealerweise so ein Ticken besser, aber nicht viel besser ist.
00:27:16: Das mich das schon auch sehr anspornd.
00:27:18: Ganz extrem ist es in Pound wenn ich Pound mitmache und solche Bauchmuskelübungen sind.
00:27:23: Und Bauchbuskeln ist bei mir meine kritische Region sag' ich mal... Und Clara zieht halt voll durch und hat bei allen Liedern da voll die Beine oben.
00:27:32: dann ziehe ich viel länger durch als wenn da keine Clara neben mir wäre.
00:27:36: Ja,
00:27:37: das versteh ich!
00:27:39: Ja, auch da gibt es einen psychologischen Effekt dazu.
00:27:42: Es ist der Triplet-Effekt und zwar strengen wir uns mehr an wenn Konkurrenz da ist – also ich meine man kann konkurrenzpositiv und negativ werden.
00:27:52: Im Normalfall ist das ein total neutraler Begriff.
00:27:56: Sobald jemand da ist, der dieselbe Aufgabe hat, man strengt sich vielmehr an.
00:28:02: Ja, das ist ein Effekt den du aber auch simulieren könntest da tatsächlich gegen die Uhr zum Beispiel.
00:28:07: Wenn du sagst, du machst jetzt in so und so viel Zeit, so undso viele Wiederholungen und dann läuft die Uhr nebenbei.
00:28:13: Damit kriegst du auch schon eine deutliche Effekteigerung hin.
00:28:17: also wenn du mal keine Klare an deinem Bauchmuskelkurs hast oder grundsätzlich kein Bauch-Muskelkurt stattfindet sondern du alleine trainierst lass doch ne Uhr laufen!
00:28:26: Das steigert auch schon deine Leistungsbereitschaft.
00:28:29: Klickt nach einer Idee.
00:28:31: Irgendwie bin ich sowieso gerne kompetitiv, dann gebe ich mir mehr Mühe!
00:28:37: Ja aber das mit der Uhr... Ich glaube ich kann das ein bisschen nachfühlen.
00:28:40: wir haben nämlich bei uns in der Tanzschule in den Sommerferien die Polster gereinigt und es war eine ziemlich anstrengende Aufgabe weil ich weiß nicht jeder der schon mal so einen Polstersauger benutzt hat da muss er auch feste drücken.
00:28:52: und ja wir waren auf jeden Fall lang da.
00:28:56: Ich habe immer auf die Uhr geguckt und dachte, es wird immer später.
00:28:59: Keine Ahnung!
00:29:00: Dann habe ich gesagt okay in zehn Minuten höre ich auf.
00:29:05: Ja aber dann habe ich gedacht und dann kam ich so gut vorwärts in den zehn Minuten dass ich dachte nee jetzt mache ich weiter und hab noch fast den ganzen die ganzen Bistro-Stühle gemacht weil ich dachte ach guck mal das macht mir besonders schnell dass sich noch möglichst weit kommen.
00:29:19: ja so die Uhr laufen lassen kann einen schon manchmal motivieren.
00:29:26: Ja, es pusht auf jeden Fall.
00:29:32: Was gibt's denn noch so für eine Erkenntnis aus der Forschung die du jedem Tänzer mitgeben könntest?
00:29:38: Außer wir haben ja schon eine, aber gibt's noch was.
00:29:44: Eine Erkenntniss aus der Forschung, die ich jedem Tänser mitgeben wollen würde... Leute tanzt!
00:29:53: Ist das super gesund?
00:29:54: ist das super wichtig?
00:29:57: Echt gut, um euren Stress zu reduzieren.
00:30:00: Es ist ein toller Ausgleich zum Job!
00:30:03: Es verbessert eure eigene Körperwahrnehmung und Achtsamkeit.
00:30:05: Das ist einfach eine Möglichkeit, sich selber besser zu verstehen und Emotionen auszudrücken.
00:30:14: Ein wirklich toller Sport den Münster ausgesucht haben auch weil wir dann soziale Bindung steigern können und weniger einsam sind.
00:30:22: Es ist eine tolle Möglichkeit, um unser Selbstvertrauen zu steigern.
00:30:26: Ich meine ihr habt es schon erwähnt das hilft wahnsinnig!
00:30:30: Wenn ich mir überlege wir haben ja unsere Tolleschollekommenskür bei der wir beginnen und ich erst mal das Publikum anschreibe... Ich dachte das ist in der Musik.
00:30:41: die erste Mal dachte
00:30:42: das war in der musik
00:30:43: und dann haben wir festgestellt dass es nicht in der Musik ist.
00:30:48: Ja das ist live.
00:30:52: Nicht nur, dass ich mich danach sehr emotionsreguliert fühle weil ich alles einmal raus gelassen habe was mich vorm Tanzen nervös gemacht hat wenn man bis vor so einem Auftritt ja auch immer sehr aufgeregt.
00:31:03: Danach nicht mehr!
00:31:05: Es hilft auch für den Alltag.
00:31:07: also alles was wir im Tanzen für uns entdecken sei es eine Verbesserung vom Gedächtnis oder der Selbstwirksamkeit und des Selbstvertrauens können das alles eins zu eins in den Alltag übertragen.
00:31:20: Ich war danach nie wieder nervös vor einem Referat oder vor einem Bewerbungsgespräch, weil ich mir gedacht habe wenn du zwölf Weltmeister anschreien kannst dann kannst du dich da auch rein setzen.
00:31:31: Das hilft einfach unglaublich weiter plus es ist natürlich eine gewaltige kognitive Komponente.
00:31:38: Es hilft uns nicht mental abzubauen und das ist sowas wichtiges weil wir immer unterschätzen Wie viel unser Verstand eigentlich wert ist, beziehungsweise das was wir als unseren Verstand bezeichnen.
00:31:51: Also
00:31:52: unsere gesamte Gedächtnisleistung, unsere gesamten kognitive Funktionen wird alles gestärkt und unterstützt und verbessert durchs Tanzen.
00:32:02: Das ist das was mir glaube ich am allerwichtigsten ist.
00:32:05: Wir tun soviel für uns Für unsere mentale Gesundheit, für unsere körperliche Gesundheit.
00:32:12: tanzen ist einfach das Beste was man machen kann.
00:32:15: Das heißt, man könnte vielleicht in Zukunft als Prävention oder sogar Therapie für mentale Probleme einsetzen?
00:32:27: Ja.
00:32:27: Es wird auch schon überlegt ob man das nicht in der Depressionstherapie einsetzen soll einfach weil es ein großer Faktor ist.
00:32:38: bei Depressionen erfolgt normalerweise einen sozialer Rückzug Und wir haben ja vorher schon darüber gesprochen, da ist auf jeden Fall eine soziale Komponente im Tanzen.
00:32:49: Natürlich ist es seine soziale komponenten Tanzen!
00:32:52: Das hilft schon gewaltig und das gibt natürlich auch Studien dazu dass Bewegung stark gegen Depressionen hilft.
00:33:01: Es ist immer ein bisschen schwierig zu belegen im Sport weil wir nicht genau wissen wo das in der Depressionstherapie ansetzt.
00:33:12: Aber es ist auf jeden Fall eine ergänzende, unterstützende wertvolle Hilfe und es ist auch was Preventives weil wie schon erwähnt, es reguliert unsere Emotionen, es stärkt unsere Selbstwahrnehmung.
00:33:24: Wir sind viel bewusster für das, was in unserem Körper und auch in unserer Psyche vorgeht Und haben dann vielleicht eher die Möglichkeit dagegen zu steuern wenn irgendwas schief läuft oder uns Hilfe zu suchen.
00:33:39: Und neben dem therapeutischen Faktor hast du ja auch gesagt, dass es eben vorbeugend einfach auch gegen den Abbau im Alter gut ist und das finde ich auch so faszinierend!
00:33:50: Wenn ich Paare sehe die wirklich schon ein gewisses Alter haben was die immer noch können wenn sie einfach ihr Leben lang getanzt haben also wenn die da einfach wirklich lange vorgebaut haben dann sind ja oft sowohl körperlich als auch geistig wirklich noch fit.
00:34:04: Es gibt ja sogar Paare, die wirklich auch mit über Achtzig noch aktiv Turnier tanzen.
00:34:10: Finde ich immer wieder sehr bewundernswert.
00:34:14: Ja das ist unglaublich beeindruckend!
00:34:16: Wir haben da ein paar bei uns im Umfeld, die mich jedes Mal vom Hocker-Rouin dass die noch Turniere tanzen und das in einer so beeindruckenden Qualität.
00:34:26: aber das hängt eben alles mit der Neuboklassizität und dem Gedächtnis zusammen.
00:34:31: wir haben eine körperliche Aktivität sehr komplex ist.
00:34:36: Tanzen ist unglaublich komplex, wenn wir die Schritte kombinieren mit irgendwelchen Körperbewegungen dann ist das schon für sich genommen etwas was sehr viel kognitive Kapazität einfordert und dann eben auch fördert weil was wir brauchen wird uns bereitgestellt.
00:34:53: Das sehen wir ja auch im Muskelaufbau.
00:34:55: Wenn wir einen Muskel benutzen, dann wird er stärker als dasselbe funktioniert und in unserem Gehirn noch dazu kommt da aber dass da noch ein Rhythmus ist.
00:35:07: Also es sind ja nicht einfach nur Schritte und Bewegungen, sondern sie sind auch noch akzentuiert wie im Tango zum Beispiel.
00:35:14: Und dann kommt dann auch die Musik dazu.
00:35:16: Musik ist unglaublich fordernd für unser Gehirn weil sie eben also klartrainiermusik hat einen festen stringenten Rhythmuss der auch vorher sagbar ist aber sie ist immer wieder in Nuancen anlassen.
00:35:28: was wir bei guten Tänzern bewundern ist ja, dass sie auf die Musik eingehen.
00:35:33: Nicht jeder Walzer ist dann wie der davor weil die Musik ist anders und dementsprechend vertanzen wir anders plus wir haben diese sozialen Interaktion die natürlich auch einen koordinativen Effekt haben bei jeder gegenüber es anders wenn ich mich zu zweit mit Thomas in eine Ecke setze, dann ist das anders als wenn ich mich mit euch zusammensetze.
00:35:54: Und das sollte ja auch so sein!
00:35:56: Jeder hat seine eigene Persönlichkeit und sich auf andere Menschen einzustellen – es ist auch kognitiv fordernd.
00:36:01: Durch dieses Zusammenspiel aus der komplexen Bewegung dem Lernen, dem Rhythmus, den Musik, den sozialen Taktionen werden so viele verschiedene neuronalen Netzwerke gleichzeitig stimuliert.
00:36:14: Das ist einfach ein unglaublicher Boost für... unser Gedächtnis.
00:36:19: Ich merke, wie krass die Musik hilft als bei den Line-Dance-Coreos!
00:36:23: Wenn mich jemand
00:36:23: fragt
00:36:25: zeigt mir mal den und den Tanz dann stehe ich da und sage keine Ahnung kann nicht.
00:36:30: Machst du das Lied an und sagt tanzen macht mein Körper das automatisch.
00:36:35: irgendwie ist in dem ganzen Lied im Kopf das gespeichert.
00:36:38: aber wenn ich es auseinander nehmen soll dann sagt mein Kopf erstmal so zeig dich der nicht.
00:36:47: Ja, wir haben uns eine sehr komplexe Sportart ausgesucht die eben nicht aus etwas besteht.
00:36:53: Man kann es natürlich mechanisch abspulen aber es ist mit so vielen Facetten verbunden.
00:36:59: das ist natürlich was ganz besonderes und jedes mal etwas Neues ist.
00:37:05: Es ist auch mit dem Grund warum's so schwer ist was über Tanzen in ein Buch zu packen.
00:37:12: also wenn ich nur in Schriftform Bewegung festhalten soll.
00:37:17: Dann habe ich irgendwo eine Hürde, weil es eben nur viele Sachen gleichzeitig gibt.
00:37:22: Da kann ich über das gleichste Detail entweder ewig viel schreiben oder ich muss es ganz stark reduzieren.
00:37:27: Also ich finde es immer sehr bewundernswert solche komplexen Dinge dann irgendwie zu verschriftlichen.
00:37:34: Richtig!
00:37:35: Ich meine wenn wir uns die Technikbücher angucken darin finden sich meistens Aufschlüsselungen von Figuren und nur die Schritte mit der Ausrichtung.
00:37:47: Es ist unglaublich schwierig aufzuschreiben, es ist keine simple Sportart, das ist was sehr Komplexes und das merken wir natürlich!
00:37:55: Das ist sehr fordernd.
00:37:57: aber wenn wir's dann schaffen, ist es umso besser für uns unser Selbstbewusstsein weil wir etwas wirklich Schwieriges geschafft haben.
00:38:04: Wir sehen ja daran wie wenige wirklich gute Tänzer wir sehen.
00:38:08: Also jeder sieht einen Tänzer zu dem er aufschaut und den er bewundert.
00:38:12: Aber wie viel Arbeit dahinter steckt, das sehen die wenigsten?
00:38:17: Ja klar!
00:38:19: Nicht umsonst kriegen wir oft genug gesagt der Tanzen ist doch gar kein Sport.
00:38:22: Das sagt eine Aufleutung bis sie es ausprobiert haben.
00:38:27: Ja also das habe ich tatsächlich auch schon häufiger gehört.
00:38:31: Ich hatte jetzt dieses Semester eine Vorlesung an der Sportfakultät in Sportpsychologie Und wenn ich dann erzählt habe, ja... Ich bin auch im Leistungs- und sogar im Spitzensport vertreten.
00:38:45: Und man wird gefragt, was machst du?
00:38:46: Ja, ein Tanzen!
00:38:48: Das ist kein Sport!
00:38:50: Es
00:38:52: probiert es doch mal aus!
00:38:55: Das ist den
00:38:56: meisten im Kopf, weil sie haben dann halt einen Einsteigerkurs in der Tanzschule gesehen und dann ist das halt der Tanzsport.
00:39:02: Aber es gehört ja so viel mehr dazu.
00:39:04: ich mein klar muss man irgendwo anfangen werden gesagt von den Basics zum Advanced also vom einfachen zum Fortgeschrittenen und man muss auf irgendwas aufbauen.
00:39:14: aber es ist natürlich unglaublich komplex und von außen sieht man das meistens gar nicht.
00:39:19: wenn ich mir überlege bevor ich angefangen habe zu tanzen hab ich drauf geguckt und hab gemeint klar das kann ich auch
00:39:25: Das sieht schön aus, mache ich auch gleich nach.
00:39:27: Dann probiert man es und denkt sich so...
00:39:32: Ja!
00:39:32: Und dann ist das ja auch ein Sport der halt wirklich Wustelgruppen im ganzen Körper beansprucht.
00:39:37: Davon gibt's ja gar nicht so ewig viele die wirklich überall aktiv sind.
00:39:42: Und dem meisten haben wir irgendwo ihren Fokus, worauf sie am meisten Wert legen.
00:39:46: Also keine Ahnung, Klettern und Schwimmen sind doch so Sachen wo wir spontan einfallen, wo ich sagen würde, die sind immer sehr überall im Körper aktiv und nicht nur in einem Bereich.
00:39:59: Ja, und das also zählt nach sportpsychologischer Analyse tatsächlich zu den mittelmäßig bis stark strapazierenden Sportarten?
00:40:08: Also es gibt inzwischen eine Einordnung welche Sportarten körperlich weniger fordern sind und welche Sportartenkörperlich vordernder sind.
00:40:16: und wenn du sechs schwimmst, Delfinschwimmen zählt zu den anstrengendsten Sportarten die verzeichnet sind und unser Standard-Tanzen liegt da auf einer Skala von eins bis zehn bei ner sechs.
00:40:30: Das ist nicht kein Sport, das ist sehr sportlich.
00:40:35: Wahnsinn!
00:40:36: Habe ich auch noch nicht gehört?
00:40:37: Was ist denn da... Also du sagst jetzt, der Fiendschirm ist sehr hoch.
00:40:41: Weißt du was recht niedrig ist?
00:40:44: Nur so als Beispiel?
00:40:46: Das weiß ich leider nicht.
00:40:47: Ich müsste raus suchen, ich kann es kurz raushuchen
00:40:51: Aber wir haben ja auch, was man ja mal sagen kann.
00:40:54: Wenn ihr etwas nachgucken wollt hat die Liebe Jasmin uns ganz viele Quellen rausgesucht wo ihr alle nachlesen könnt wenn es euch interessiert in den Show-Notes
00:41:05: Und wenn ihr noch mehr Fragen habt dann könnt ihr euch gerne bei uns melden und wenn wir's nicht wissen dann fragen wir einfach die Jasmin.
00:41:12: Zu den wenig anstrengenden würde Pilates zählen zum Beispiel
00:41:18: Wobei
00:41:19: schon sehr fordernd ist.
00:41:22: Im mittleren Bereich liegen dann so Sachen wie Moderates Radfahren und Tanzen.
00:41:27: Ja, genau, Definschwimmen liegt dann bei einer Zehn?
00:41:34: Krass!
00:41:36: Und Ballettes vermute ich auch recht hoch dabei durch
00:41:39: jetzt Marschessen.
00:41:40: Ja natürlich, die Ballette
00:41:42: zählt an sehr strengen Sportarten.
00:41:45: Krass hätte ich nicht gedacht dass Pilates einfacher ist.
00:41:50: braucht halt, sag ich mal so eine gewisse Grundstabilität und sonst was.
00:41:54: Aber es ist ja jetzt nicht High Intensity, sag' ich mal.
00:41:57: Ja,
00:41:58: stimmt!
00:42:01: Da gibt's natürlich auch diverse Schwierigkeiten das dann zu messen.
00:42:05: Wie wir ja schon gesagt haben, tanzen ist nicht einfach nur Schritte gehen, Tanzen ist auch eine enorme körperliche Bewegung, innere Muskulatur die arbeitet... äußer körperlichen Bewegungen, also Schwungbewegungen die wir mit dem Oberkörper zeigen zum Beispiel.
00:42:21: Das ist ja alles super schwierig zu verzeichnen aber ja es schon das oberen Mittelfeld von der Anstrengung her verbrennt also auch gut Kalorien.
00:42:33: Also was wisst ihr?
00:42:33: Was lernen wir daraus?
00:42:35: Fängt mit dem Tanzen an!
00:42:36: Es ist toller Sport für Gehirn und Körper und alles und sozial und einfach toll.
00:42:41: So
00:42:43: Wir stellen fest, tanzen ist einfach toll
00:42:46: Genau.
00:42:49: Kann ich mich nur anschließen?
00:42:51: Gibt es jetzt irgendwas, was du noch gar nicht erzählt hast und was du uns unbedingt doch mitgeben wolltest?
00:42:59: Und soweit eigentlich nicht tanzt, habt Spaß daran!
00:43:04: Bewegt euch seit glücklich, habt am besten noch ganz viele soziale Interaktionen, lebt ein stressfreies Leben und ja dann hoffe ich dass wir uns ganz ganz bald sehen.
00:43:16: Vielen Dank dir für diese Einblicke.
00:43:18: Ich fand es sehr toll!
00:43:19: Absolut,
00:43:20: danke schön!
00:43:21: Danke auch!
00:43:23: So wie immer ein sehr spannendes Gespräch.
00:43:25: ich muss sagen ich habe sehr viel aus meinen Ausbildungsunterlagen quasi von den Fachternslehrer wieder erkannt.
00:43:32: das heißt es hat tatsächlich einen Sinn was wir da lernen.
00:43:35: also nicht dass ich das bezweifelt hab aber ich fand das schon sehr cool.
00:43:40: Falls jemand noch die Ausbildungen gemacht haben sollte, der hat bestimmt auch das ein oder andere erkannt.
00:43:45: Ich fand es cool!
00:43:46: Ja und ich habe einfach wieder festgestellt, warum ich in der Uni schon so gerne eine Psychologievorlesung gehört hab' Und ich habe auf das alte Atembuch jetzt gelesen über Tanzen-Tanzen und Gedächtnisse.
00:43:57: So, ich finde es einfach mega spannend.
00:43:58: Ich glaube, dass ist ein Thema wo Translehrer sicherlich auch noch einiges von profitieren können wenn sie das richtig in der Bewerbung von dem Produkt Tanzen benutzen könnten.
00:44:09: Also ich glaube, das ist eine super Vorlage um Tanzen leutensprachhaft zu machen die vielleicht noch unentschlossen sind.
00:44:16: in diesem Sinne fängt was damit an.
00:44:18: wir sehen
00:44:19: uns beim nächsten Mal.
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